Der Wald als Müllhalde

Unglaublich, was bei einem Spaziergang oder Picknick unabsichtlich oder absichtlich zurückgelassen wird. In den letzten Jahren hat die illegale Entsorgung von Haushalts-, Alltags- und Gartenabfällen in den Wäldern enorm zugenommen. Die Vielfalt der so beseitigten Güter ist erstaunlich gross. Obwohl man ausgediente Elektroapparate heute gebührenfrei bei bekannten Fachgeschäften zurückbringen kann, werden diese leider nicht selten im Wald deponiert. Entlang der Wege landet breitgestreut Müll. Auch das deponieren von Gartenabfällen ist ein grosses Problem.

Trotzdem finden jährlich grosse Mengen von Grünabfällen den Weg in den Wald und werden dort entsorgt. Das Problematische am Entsorgen von Gartenabfall ist die potentielle Verseuchung durch schädliche Pflanzen. Alle Pflanzen, die gebietsfremd sind, also nicht heimisch in der Schweiz, und schnell wachsen. Sie heissen deshalb invasive Neophyten und stellen eine massive Bedrohung der biologischen Vielfalt dar, weil sie heimische Pflanzen und damit Tiere verdrängen. Zur Bekämpfung dürfen in Wäldern keine Pestizide eingesetzt werden. Eine Lösung für dieses Problem gibt es noch nicht. Klar ist aber, dass das Übel an der Wurzel gepackt werden muss, was aufwendig und teuer werden dürfte. Für jegliche Art von Gartenabfall gilt deshalb: Nicht in den Wald kippen, sondern der Grünabfuhr mitgeben!

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einer Geld-Busse rechnen.

Bild zu Wald als Mühlhalde

 

(Bericht aus aus dem Infoblatt der Einwohnergemeinde Diessbach)