Asiatische Hornisse
12. April 2023
Die invasive gebietsfremde Asiatische Hornisse ist 2004 nach Südwestfrankreich eingeschleppt worden und breitet sich seither erfolgreich über weite Teile Europas aus. Letztes Jahr ist sie bis in mehrere Nachbarkantone des Kantons Bern vorgedrungen. Es ist davon auszugehen, dass die Asiatische Hornisse bald auch bei uns gesichtet wird.
Für Imkerei und Naturschutz stellt die Ausbreitung dieser gebietsfremden Art eine ernstzunehmende Gefahr dar, da sie grosse Mengen Insekten als Futter für ihre Larven jagt. Zum Schutz der einheimischen Insektenwelt ist es wichtig, dass die weitere Ausbreitung möglichst rasch erkannt und gemeldet wird. Im Schreiben des Cercle Exotique Nordwestschweiz sowie auf dem Informationsblatt zur Wespen-Identifizierung finden Sie Informationen zur Erkennung der Asiatischen Hornisse.
Wild- und Honigbiene in Gefahr
Bienen (Apide) gehören vor allem im Sommer und Herbst zur bevorzugten Beute der Asiatischen Hornisse. Durch das Auftreten der Asiatischen Hornisse kann es zur Schwächung oder im Extremfall sogar zum Verlust von Bienenvölkern kommen. Die Gefahr durch die Asiatische Hornisse für den Menschen ist nicht höher als durch einheimische Hornissen oder Wespen.
Aufruf zur Meldung verdächtiger Nester und Insekten
Um die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse zu verhindern, ist eine möglichst frühe Erkennung einer Ansiedlung notwendig. Dabei sind die Behörden auf die Meldungen von Personen, die sich viel im Offenland und im Wald aufhalten, angewiesen. Im „Informationsblatt zur Wespen-Identifizierung“ und in dem Merkblatt des Bienengesundheitsdienst sind die zur Identifikation notwendigen Informationen enthalten. Wie dort erklärt wird, bauen die Königinnen im Frühling kleine Vornester an einer geschützten Stelle. In den Sommermonaten werden die grossen Nester in den Kronen von Laubbäumen erbaut. In den Wintermonaten sind die verlassenen grossen Nester mit seitlichem Einflugloch dank der Laubfreiheit gut in den Baumkronen zu erkennen.
Verdächtige Nester und Insekten können dem Bienengesundheitsdienst oder den Neobiota_Kordinationsstellen gemeldet werden.
Besten Dank für Ihre Mithilfe.
Unterlagen zur Asiatischen Hornisse erhalten vom: Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern, Amt für Landwirtschaft und Natur, Abteilung Naturförderung, Bereich ökologischer Ausgleich und Verträge

